ATS Aktie

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Inhaltsverzeichnis

AT&S Aktienkurs

Handelszeiten

Reguläre Handelssitzung: 09:00 – 17:30
Verfügbarkeitszeit insgesamt: 08:00 – 22:00

Kurzbeschreibung AT&S

Mit rund 14 000 Mitarbeitern zählt die in Leoben ansässige AT&S AG zu den weltweit führenden Herstellern von Leiterplatten, die als Träger von elektronischen Bauteilen dienen. Die diversen Produkte der Firma kommen dabei in verschiedenen Branchen wie der Automobilindustrie, der Medizintechnik und der Mobilfunkbranche zum Einsatz. International ist der Konzern stark am Standort Chongqing (China), in Shanghai sowie in Nanjangud (Indien) vertreten. Denn in Asien können die Leiterplatten aufgrund der niedrigeren Lohnkosten weitaus günstiger produziert werden als in Österreich. International ist zudem die Konkurrenz von AT&S sehr stark ausgeprägt. Anbieter wie TTM Technologies, Unimicron und PNC zählen dabei zu den wesentlichen Wettbewerbern.

ATS Aktie Fundamentale Analyse

Wettbewerbsposition und Geschäftsentwicklung der ATS Aktie

Die AT&S wurde im Jahr 1987 durch den Zusammenschluss von drei Einzelunternehmen ins Leben gerufen. Bis zum Verkauf an ein Bieterkonsortium im November 1994 befand sich die Gesellschaft dann in staatlichem Besitz. Nachdem im Jahr 1995 die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft erfolgt war, expandierte AT&S durch den Kauf des Werkes Nanjangud im Jahr 1998 in Indien erstmals Richtung Asien. An die Börse kam AT&S im Juli 1999. Der Titel wurde dabei zunächst am neuen Markt in Frankfurt eingeführt und war zwischen den Jahren 2003 und 2008 im TecDAX vertreten war. Allerdings entschied sich die Firma im Jahr 2008 schließlich dazu, an die Wiener Börse zu wechseln. Daher musste die Aktie den deutschen Auswahlindex verlassen.           

Starkes operatives Wachstum 

Operativ vollzog die Gesellschaft in den vergangenen zwei Dekaden ein überaus starkes Wachstum. Denn hatte das Unternehmen im Fiskaljahr 2000/2001 (per Ende März) lediglich 322,9 Mio. Euro umgesetzt, so wurden die Erlöse bis zum Geschäftsjahr 2022/2023 auf 1,79 Mrd. Euro gesteigert. Allerdings war das Unternehmen in diesem Zeitraum stets starken Schwankungen auf dem Weltmarkt ausgesetzt. Daher ist die Erlösentwicklung bei AT&S traditionell sehr volatil.

Margenschwaches Geschäftsmodell

Die Ergebnisentwicklung des Konzerns im selben Zeitraum fiel hingegen bescheiden aus. Denn der Nettogewinn stieg in diesem Zeitraum lediglich von 36,6 Mio. auf 39,1 Mio. Euro. Er trat somit nahezu auf der Stelle. Gleichzeitig musste das Unternehmen in Phasen mit schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen zeitweise Verluste hinnehmen. Daher kann das Geschäftsmodell durchaus als margenschwach bezeichnet werden. Dennoch schaffte es die Firma, sich über einen langen Zeitraum hinweg am Weltmarkt zu behaupten. Dies ist angesichts des harten Konkurrenzkampfs keine Selbstverständlichkeit für einen österreichischen Elektronikkonzern.

Für die Aktionäre der AT&S AG verliefen die vergangenen 20 Jahre ebenfalls durchwachsen. Die Notierung liegt dabei immer noch deutlich unter ihrem Allzeithoch, das im Mai 2022 bei rund 57 Euro ausgebildet wurde. Seit Mai 2023 befindet sich der Anteilsschein in einer Bodenbildungsphase, die allerdings bei rund 37 Euro auf eine technische Widerstandszone trifft.

ATS - Leiterplatte

Kostenoptimierungsprogramm soll Margen nach oben ziehen

Die veröffentlichten Geschäftszahlen zum 1. Quartal 2024 zeigen ein gemischtes Bild. Denn die Umsätze stiegen gegenüber dem Vorquartal kräftig an, fielen mit 362 Mio. Euro allerdings 28 % unterhalb der Vorjahresperiode aus. Der wesentliche Treiber für den Rückgang war dabei die Abkühlung der Nachfragedynamik insbesondere bei IC-Substraten, die AT&S bereits im zweiten Halbjahr des Vorjahres zu spüren bekam. Im zweiten Segment Electronics Solutions war das Ausbleiben einer neuen Modellreihe bei Mobiltelefonen Grund für den Rückgang. Das Betriebsergebnis (EBIT) lag bei 8 Mio. Euro und damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 73 Mio. Euro.

Der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr wurde indes vom Management bestätigt. Denn in einem nach wie vor schwierigen Marktumfeld mit beinahe täglich wechselnden Prognosen sei es dem Unternehmen gelungen, eine Stabilisierung der operativen Entwicklung zu erreichen, so CEO Andreas Gerstenmayer. Diesen erfreulichen Umstand verdanke der Konzern insbesondere den rechtzeitig eingeleiteten Effizienz- und Kostenoptimierungsprogrammen. Denn diese greifen rascher als geplant, hieß es ferner. Um dem zu beobachtenden Preisdruck entgegenzusteuern, hatte der Konzern zudem bereits im Vorjahr ein umfassendes Kostenoptimierungs- und Effizienzprogramm im Volumen von 440 Mio. Euro eingeleitet.

ATS Aktie Kennzahlen

Umsatz, EBIT und Nettogewinn jeweils in Mrd. Euro per Ende März (Quelle: marketscreener.com)

Jahr

2021

2022

2023

Umsatz

1,19

1,59

1,79

EBIT

0,08

0,13

0,15

Nettogewinn

0,04

0,09

0,12

Anzahl Aktien (in Mio.)

38,9

38,9

38,9

Gewinn Aktie

1,01

2,39

3,03

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Zukünftige fundamentale Entwicklung der ATS Aktie

AT&S erwartet eine schrittweise Umsatzverbesserung im Jahresverlauf in einem herausfordernden Marktumfeld. Die Erlöse sollen voraussichtlich zwischen 1,7 und 1,9 Mrd. Euro liegen. Die bereinigte EBITDA-Marge wird dabei ohne Effekte aus neuen Produktionskapazitäten auf etwa 25 bis 29 % geschätzt. Strategisch plant das Management für 2023/2024 zudem Investitionen von bis zu 1,1 Mrd. Euro.

Mit Blick auf die nächsten Jahre ist das Management überzeugt, dass die großen Trends – Digitalisierung und Elektrifizierung – intakt sind. Es geht dabei davon aus, dass im Geschäftsjahr 2026/2027 ein Umsatz von rund 3,5 Mrd. Euro erreicht wird. Die EBITDA-Marge soll bis dahin schließlich ein Niveau von 27 bis 32 % erreichen. Der Analystenkonsens bestätigt diesen positiven Ausblick. Allerdings stehen diese Prognosen auf relativ wackeligen Beinen. Denn die Bedingungen am Weltmarkt für Leiterplatten können sich auch schnell wieder ändern.

Analystenschätzungen im Konsens (Quelle: marketscreener.com)

Jahr

2024

2025

2026

Umsatz Mrd. (e)

1,78

2,36

3,03

Nettogewinn Mrd. (e)

0,13

0,24

0,33

Umsatzrendite (e)

8,47 %

12,2 %

15,1 %

KGV (e)

9,3

5,3

3,5

Dividende Aktie (e)

0,42

0,71

1,57

Dividendenrendite (e)

1,31 %

2,23 %

4,96 %

Fazit und Einschätzung

Die Aktie des österreichischen Technologieunternehmens wird derzeit zu einem niedrigen Forward-KGV gehandelt.  Allerdings basiert dieses auf relativ optimistischen Annahmen für die kommenden Geschäftsjahre. AT&S ist schließlich in einem stark umkämpften Segment tätig. Zudem leidet das Unternehmen unter notorisch niedrigen Margen. Greift das Kostenprogramm wie erhofft und steigen die Margen nachhaltig, dann dürfte sich der Aufwärtstrend bei der Aktie aber fortsetzen. Wir stufen den Wert aufgrund des ausgewogenen Chance-Risiko-Verhältnisses somit als neutral ein.

ATS in EUR
Abb. 1) AT&S in EUR, Quelle: TradingView

Optionen auf AT&S handeln

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Die AT&S Aktie steht bei Verfassen dieses Artikels bei 31 €. Beim Verkauf einer Put-Option (Short Put) mit dem Ausübungspreis bei 28 € und drei Wochen Laufzeit bekommen wir 28 € Optionsprämie direkt ins Depot gebucht. Liegt der Aktienkurs am Ende der Laufzeit unter 28 €, dann kaufen wir 100 Stück AT&S Aktien zum Preis von 28 € pro Stück. Die Optionsprämie dürfen wir dabei behalten. Liegt der Aktienkurs am Ende der Laufzeit über 28 €, dann müssen wir die Aktien nicht kaufen. Die Optionsprämie dürfen wir dennoch behalten. Egal wie es ausgeht: Durch die Optionsprämie konnten wir eine Rendite von 1,0 % erwirtschaften.

Vorhandene Börsen für den Handel auf AT&S Aktienoptionen: EUREX

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ATS Aktie
  • Tickersymbol: ATS
  • Land: Österreich
  • Währung: Euro
  • Index: ATX
  • Optionen verfügbar: Ja
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