Free Cash Flow (FCF): Alles, was du wissen solltest!

Inhaltsverzeichnis

In diesem Blogpost werfen wir einen Blick auf einen fundamentalen Aspekte der Finanzanalyse: den Free Cash Flow (FCF). In einer Welt, in der Zahlen oft den Ton angeben, ist es entscheidend, den Free Cash Flow zu verstehen, um fundierte Investitionsentscheidungen zu treffen. Lass uns also herausfinden, wie dieser wichtige Kennwert deine Anlagestrategie transformieren kann!

Free Cash Flow (FCF) - Beitragsbild

Was ist der Free Cash Flow (FCF)?

Der Free Cash Flow ist ein Schlüsselbegriff in der Finanzwelt. Denn er stellt die Menge an Cash dar, die ein Unternehmen nach Abzug aller betrieblichen Ausgaben, Investitionen und Kapitalausgaben für die Instandhaltung übrig hat. Anders ausgedrückt, ist dies der Cashflow, der für Investitionen in das Wachstum des Unternehmens oder die Belohnung der Aktionäre verfügbar ist.

Um den Free Cash Flow zu verstehen, betrachten wir zunächst seine Bestandteile.

Operating Cash Flow (OCF):

Dies ist der Cashflow aus den operativen Tätigkeiten des Unternehmens. Das heißt, er umfasst Einnahmen und Ausgaben im Zusammenhang mit dem Kerngeschäft. Dazu gehören bspw. der Umsatz, die Kosten für Waren und Dienstleistungen, Gehälter sowie andere betriebliche Aufwendungen.

Capital Expenditures (CapEx):

Diese Ausgaben repräsentieren die Investitionen des Unternehmens in langfristige Vermögenswerte wie Gebäude, Maschinen und Ausrüstungen. CapEx wird verwendet, um das bestehende Geschäft zu erweitern oder zu verbessern und langfristiges Wachstum zu fördern.

Berechnungsformel des FCF

Die grundlegende Formel zur Berechnung des Free Cash Flow lautet wie folgt:

FCF Formel

Indem wir den OCF um die CapEx reduzieren, erhalten wir einen Wert, der angibt, wie viel Cash ein Unternehmen nach Abzug seiner Investitionen in langfristige Vermögenswerte tatsächlich frei zur Verfügung hat (siehe Abb. 1). Diese Formel ermöglicht es Investoren somit, die Fähigkeit eines Unternehmens zu bewerten, Cash zu generieren, das nicht für den laufenden Betrieb oder für Investitionen in langfristige Vermögenswerte benötigt wird. Ein positiver Free Cash Flow zeigt, dass ein Unternehmen in der Lage ist, Geld zu verdienen und es effizient zu verwalten. Das wiederum wird oft als positives Signal für potenzielle Investoren betrachtet.

Cash Flow Einbettung
Abb. 1) Verortung des FCF, Quelle: alleaktien.de

Warum ist der FCF wichtig für Investoren?

Als Investoren ist es entscheidend, den Free Cash Flow zu verstehen. Denn er bietet Einblicke in die tatsächliche finanzielle Leistungsfähigkeit eines Unternehmens. Durch die Analyse des FCF können Investoren somit besser beurteilen, ob ein Unternehmen in der Lage ist, langfristig rentabel zu bleiben und Wert für seine Aktionäre zu schaffen. Hier sind die wesentlichsten Aspekte des FCF in diesem Zusammenhang:

Anwendung in der Praxis

Der Free Cash Flow ist nicht nur ein theoretisches Konzept. Vielmehr hat er direkte Auswirkungen auf die Investitionsentscheidungen von Anlegern. Im Folgenden haben wir daher einige Beispiele zusammengestellt, wie der FCF in der Praxis angewendet werden kann.

Vergleich von Unternehmen                                                         

Ein Investor kann den Free Cash Flow nutzen, um verschiedene Unternehmen innerhalb derselben Branche zu vergleichen Auf diese Weise kann er herauszufinden, welches Unternehmen effizienter in der Generierung von Cash ist.

Beispiel
Unternehmen A hat einen jährlichen Operating Cash Flow von $ 500 Millionen und tätigt jährliche Investitionen in Höhe von $ 200 Millionen. Der Free Cash Flow beträgt also $ 300 Millionen.

Unternehmen B hat einen jährlichen Operating Cash Flow von $ 400 Millionen und tätigt jährliche Investitionen in Höhe von $ 250 Millionen. Der Free Cash Flow beträgt somit $ 150 Millionen.

Unternehmen A hat zwar einen höheren OCF. Dennoch generiert Unternehmen B aufgrund seiner niedrigeren Investitionen prozentuell einen höheren FCF. Dies könnte darauf hinweisen, dass Unternehmen B effizienter in der Verwaltung seiner Kapitalausgaben ist. Möglicherweise stellt dieses Unternehmen somit eine attraktivere Investitionsmöglichkeit dar.

Zusammenfassend lässt sich an dieser Stelle festhalten, dass die Analyse der Entwicklung des Free Cash Flows über längere Zeiträume ein umfassendes Bild von der finanziellen Gesundheit, der Wachstumsfähigkeit, der operativen Effizienz und der strategischen Ausrichtung eines Unternehmens bieten kann. Investoren und Analysten nutzen diese Informationen, um fundierte Entscheidungen über den Kauf, Verkauf oder das Halten von Aktien zu treffen.

Vergleich

Bewertung von Investitionsmöglichkeiten

Investoren können den Free Cash Flow ebenso verwenden, um die Rentabilität von Investitionen zu bewerten. Auf diese Weise können sie potenzielle Renditen prognostizieren. Zum Beispiel könnte ein Investor den erwarteten FCF eines Unternehmens über die nächsten fünf Jahre schätzen. Anschließend kann er den Barwert dieser zukünftigen Cashflows berechnen, um den fairen Wert der Aktie zu ermitteln.

Beispiel
Angenommen, Unternehmen C erwartet in den nächsten fünf Jahren folgende jährliche FCFs: $ 50 Millionen, $ 60 Millionen, $ 70 Millionen, $ 80 Millionen und $ 90 Millionen. Bei einem Diskontierungssatz von 10 % würde der Barwert dieser zukünftigen Cashflows etwa $ 294 Millionen betragen. Wenn die aktuelle Marktkapitalisierung des Unternehmens unter diesem Wert liegt, könnte dies darauf hinweisen, dass die Aktie unterbewertet ist und eine attraktive Investitionsmöglichkeit darstellt.

Exkurs: Zusammenhang zwischen Present Value, Terminal Value und DCF

Die Discounted Cash Flow (DCF)-Methode wird verwendet, um den gegenwärtigen Wert (Present Value, PV) eines Unternehmens oder eines Projekts zu schätzen. Dies geschieht, indem zukünftige Cashflows auf ihren heutigen Wert abgezinst werden. Der oben in den Beispielen beschriebene gegenwärtige Wert eines Unternehmens wird dabei um den Terminal Value (TV) ergänzt. So erhält man letztlich den fairen Wert des DCF-Modells. Der TV oder Endwert ist somit ein kritischer Bestandteil der Discounted Cash Flow (DCF)-Methode.

In einer DCF-Analyse werden typischerweise Cashflows für einen expliziten Prognosezeitraum (oft fünf bis zehn Jahre) detailliert geschätzt. Da es jedoch praktisch unmöglich ist, detaillierte jährliche Cashflows für die gesamte Lebensdauer eines Unternehmens oder Projekts vorherzusagen, wird der Terminal Value berechnet. Dieser dient dazu, den Wert aller zukünftigen Cashflows nach dem expliziten Prognosezeitraum bis in die Unendlichkeit zu erfassen. Der Terminal Value macht dabei oft den größten Teil des Gesamtwerts in einer DCF-Analyse aus. Dies gilt besonders dann, wenn der Prognosezeitraum relativ kurz ist und das Unternehmen als Going Concern betrachtet wird. Das heißt, dass es für unabsehbare Zeit weiterhin Cashflows generieren wird.

Kontext DCF

Fazit zum FCF

Der Free Cash Flow ist ein unverzichtbares Werkzeug für jeden Investor, der sein Portfolio aufbauen und diversifizieren möchte. Durch ein fundiertes Verständnis des FCF können Investoren bessere Entscheidungen treffen. Denn so sind sie in der Lage, Unternehmen mit soliden finanziellen Grundlagen zu identifizieren und langfristige Wachstumschancen zu erkennen.

In einer Welt, die von Zahlen und Finanzkennzahlen geprägt ist, kann der FCF demnach eine entscheidende Rolle für den Erfolg deiner Investitionen spielen. Indem du deine Analyse um diesen wichtigen Kennwert erweiterst, kannst du dein Potenzial maximieren. Dementsprechend kannst du schließlich fundierte Entscheidungen treffen, die dich auf dem Weg zu finanzieller Freiheit unterstützen!

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