Ein sogenanntes Nummernkonto ist anonym, das heißt, man kann ausschließlich durch eine Kontonummer identifizieren. Der Name des Kontoinhabers ist hier nicht sichtbar. In Deutschland ist die Eröffnung solcher Konten allerdings unzulässig, da jede Kontoeröffnung einen Identitätsnachweis erfordert.
Früher waren Nummernkonten vor allem in Ländern wie der Schweiz, Österreich, Luxemburg und Liechtenstein beliebt. Insbesondere deutsche Anleger nutzten sie häufig, um Schwarzgeld zu parken. Durch die verstärkte internationale Zusammenarbeit und den Austausch von Steuerdaten, z. B. durch sogenannte Steuer-CDs, ist die Anzahl solcher Konten jedoch erheblich zurückgegangen. Länder, die zuvor als Steuerparadiese galten, kooperieren inzwischen stärker bei der Herausgabe von Kontodaten an Behörden. Diese Konten sind heute daher kaum noch verfügbar und stehen stark unter dem Einfluss internationaler Transparenzinitiativen, wie dem Common Reporting Standard (CRS).
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