Es handelt sich dabei um einen Referenzzinssatz, der die durchschnittlichen Zinssätze widerspiegelt, zu denen Banken im Euro-Raum einander kurzfristige Kredite gewähren. Er dient als zentrale Benchmark für Finanzprodukte. Man ermittelt ihn dabei für Laufzeiten von einer Woche bis zu zwölf Monaten. Die Berechnung erfolgt täglich um 11:00 Uhr MEZ. Dabei geben ausgewählte Banken mit den höchsten Handelsvolumina auf dem Geldmarkt an, zu welchen Zinssätzen sie bereit wären, Kredite von anderen Banken aufzunehmen. Aus diesen Angaben berechnet man schließlich den EURIBOR. Das erfolgt durch die Eliminierung der Extremwerte und die Bildung eines Durchschnitts.
Eingeführt wurde die European Interbank Offered Rate im Jahr 1999, um die nationalen Referenzzinssätze im Euro-Währungsgebiet zu ersetzen. Er ist einer der wichtigsten Indikatoren für kurzfristige Zinsbewegungen. Dementsprechend findet er eine breite Anwendung in der Finanzwelt, z. B. bei der Preisgestaltung von Krediten, Anleihen und Derivaten.
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