Es handelt sich dabei um einen international anerkannten Referenzzinssatz. Er gibt an, zu welchen Konditionen sich Banken untereinander Geld für Zeiträume von einer Woche bis zu einem Jahr leihen. Täglich um 11 Uhr ermittelt ihn eine Gruppe internationaler Banken. Ursprünglich von der British Bankers‘ Association festgelegt, dient der Referenzzinssatz als Grundlage für zahlreiche Finanzinstrumente, wie z. B. Floating Rate Notes, Swaps oder Forward Rate Agreements.
Die London Interbank Offered Rate wird in zehn verschiedenen Währungen berechnet, darunter z. B. das Britische Pfund, der Euro, der Yen und der Schweizer Franken. Obwohl der LIBOR lange eine zentrale Rolle im globalen Finanzsystem spielte, ersetzt man ihn schrittweise durch alternative Referenzwerte wie den SONIA (Sterling Overnight Index Average). Denn seine Berechnung war in der Vergangenheit anfällig für Manipulationen.
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