Es handelt sich dabei um eine spezielle Form der Schuldverschreibung. In der Regel geben Banken diese für Privatanleger heraus. Anders als klassische Anleihen bieten Zertifikate meist keine festen Zinsen. Stattdessen orientieren sie sich in ihrer Kursentwicklung und Rückzahlung an der Wertentwicklung bestimmter Basiswerte, wie z. B. Aktien, Indizes oder anderen Finanzinstrumenten. Die Struktur dieser Anlageprodukte ist flexibel, da Emittenten die Ausgestaltung individuell festlegen können.
Weichen die Bedingungen stark von typischen Schuldpapieren ab, dann spricht man oft von exotischen Zertifikaten. Für Anleger mit hoher Risikobereitschaft stehen auch Varianten mit Hebelwirkung zur Verfügung. Zertifikate haben sich aufgrund ihrer Vielseitigkeit immer stärker etabliert. Heute gibt es daher eine enorme Vielfalt solcher Produkte auf dem Markt. Nach aktuellen Schätzungen befinden sich weltweit Millionen verschiedener Arten im Umlauf. Zu den bekannten Formen gehören sogenannte Hinterlegungsscheine (z. B. American Depositary Receipts, ADRs). Sie ermöglichen Anlegern den Kauf ausländischer Aktien, ohne dass die Wertpapiere physisch im eigenen Depot verwahrt werden müssen.
Wichtig zu beachten ist das sogenannte Emittentenrisiko: Sollte der Herausgeber des Zertifikats insolvent werden, dann kann das investierte Kapital vollständig verloren gehen. Daher ist eine sorgfältige Prüfung des Emittenten unerlässlich.
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