Es handelt sich dabei um eine besondere Form von Schuldverschreibung, die von einem Emittenten – häufig Banken – an private Anleger ausgegeben wird. Dieses Anlageprodukt bildet die Wertentwicklung einer oder mehrerer Aktien nach. Die zugrundeliegenden Aktien muss der Anleger hier nicht direkt erwerben. Der Vorteil liegt in der Flexibilität: Banken haben Spielraum bei der Strukturierung solcher Produkte. Das heißt, sie können auf die unterschiedlichen Risikobereitschaften und Ziele von Investoren eingehen. Während konservative Anleger Zertifikate mit begrenztem Verlustrisiko bevorzugen, stehen für risikofreudige Investoren auch Varianten mit Hebelwirkung zur Verfügung.
Ein wichtiges Merkmal dieser Zertifikate ist das sogenannte Emittentenrisiko. Sollte der Emittent zahlungsunfähig werden, wie z. B. in der Finanzkrise 2008/09 bei der Insolvenz von Lehman Brothers, dann kann der Wert des Zertifikats vollständig verloren gehen. Neben klassischen Aktienzertifikaten gibt es außerdem sogenannte Hinterlegungsscheine. Sie sind besser bekannt als American Depositary Receipts (ADRs). Damit können Investoren Aktien ausländischer Unternehmen erwerben, ohne sie im eigenen Depot physisch halten zu müssen.
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