Die Fibonacci-Zahlen spielen eine wichtige Rolle in der technischen Analyse, insbesondere bei der Vorhersage von Kursbewegungen an Finanzmärkten. Ursprünglich nutzte Leonardo Fibonacci diese Zahlenreihe, um das Wachstum einer Kaninchenpopulation zu modellieren. Die Reihe ist einfach aufgebaut: Sie beginnt mit 1 und 1, wobei jede nachfolgende Zahl die Summe der beiden vorherigen Zahlen ist. So entsteht die Abfolge: 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13 und so weiter.
In der Finanzwelt nutzt man diese Zahlen, um wichtige Kursniveaus zu identifizieren. Händler verwenden sogenannte Fibonacci-Levels, um mögliche Unterstützungs– und Widerstandspunkte abzuleiten. Typische Fibonacci-Verhältnisse, die man in der Chartanalyse nutzt, sind 23,6 %, 38,2 %, 50 %, 61,8 %, 76,4 %, 100 %, 127,2 %, 138,2 %, 161,8 % und 200 %. Diese Werte kommen vor allem bei der Analyse von Retracements und Extensions zum Einsatz, um zukünftige Kursbewegungen vorherzusagen. Bei Korrekturen verwendet man Fibonacci Retracements, um Unterstützungen ausfindig zu machen, ebenso wie bei Rallyes, die in einem intakten Abwärtstrend vorkommen.
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